Review: Dell XPS 1330

Dell XPS 1330 - Ansicht CoverDie Gründe

Für etwas über drei Jahre war ich stolzer Besitzer eines Dell Inspirion 6000. Ich hatte mir dieses Notebook damals gekauft, um auch auf den langen Fahrten zwischen München und Heidelberg lernen und arbeiten zu können (eine Fernbeziehung kann mit technischem Equipment durchaus produktiv genutzt  werden …. jedenfalls die Fahrten ;-) ). Das 15 Zoll Notebook war jedoch auf  die Dauer sehr schwer und unbequem zu tragen. Nach den drei Jahren hatte es auch inzwischen ein paar Macken und einen langsam schwächelnden Akku.

Mein nächster Laptop sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Lange Akkulaufzeit
  • Genügend RAM um Windows Vista zu nutzen und gleichzeitig einige Testserver für die Programmierarbeit laufen lassen zu können
  • Plattenplatz sollte > 100GB sein
  • Helles Display, dass möglichst auch im Freien lesbar ist
  • Möglichst klein und leicht
  • ein etwas leistungsfähigerer Grafikprozessor für gelegentliche 3D Spiele und Second Life
  • Preis: ~1000EUR

Vor einiger Zeit kamen die Netbooks auf. Ich hatte mir natürlich damals das Gerät von Asus angesehen. Aber obwohl es sehr leicht und handlich ist, ist es für Programmierarbeiten wegen des kleinen Displays nicht geeignet. Auch für längere Texte finde es es recht problematisch. Also schieden die Netbooks schon mal aus.
Da ich die Dell Geräte in den letzten Jahre recht zu schätzen gelernt hatte (robuste Arbeitstiere in meinen Augen) und Mac einfach nicht in Frage kam, (ich arbeite schon mit Linux und Windows …. noch ein weiteres Betriebsystem ist mir einfach zu umständlich) schoß ich mich so langsam auf einen Dell XPS 1330 ein. Es handelte sich natürlich nicht um eine rationale Entscheidung, da ich die anderen Geräte in dieser Größenklasse nicht verglichen habe. Vor etwas über einem Monat war es dann soweit. Ich habe auf der Webseite von Dell das Gerät bestellt.

Die Ausstattung

  • XPS M1330 mit Core2 Duo T5750 2 GHz Prozessor und 667 MHz FSB
  • 13,3 Zoll White-LED Display mit 0,3 MPixel Kamera im Gehäuse)
  • 8x DVD(RW) Laufwerk
  • 128 MB NVIDIA 8400M Grafikprozessor
  • 3 GB DDR2 RAM
  • Bluetooth und 802.11 a/b/g WLAN
  • 250 GB Festplatte
  • 9 Zellen 85 Wh Lithium-Ionen Akku (was nützt ein leichtes Notebook, dem nach 2h die Puste ausgeht)
  • Fingerabdrucksensor (nette Spielerei) und sonstigesZubehör
  • Preis: 998,99 EUR

Der Eindruck

Dell XPS 130 - FrontviewDie Lieferung erfolgte zügig (Bestellt: 28.08 – Ankunft bei mir: 10.09.) und per UPS. Bei der Bestellung erhält man das voraussichtliche Lieferdatum und wird auch informiert, sobald das Gerät versand wurde. Insgesamt ist die Informationspolitik von Dell also gut.

Das Gerät war ordentlich verpackt. Ein erster Pluspunkt beim Auspacken war die enthaltene Notebook-Mappe. Nicht gerade sehr hochwertig und auch kein Designer-Prunkstück, aber doch recht ordentlich. Sowas gab es beim vergleichsweise billigen Inspiron nicht.

Zweiter Eindruck. Uuuuuh …. das Notebook ohne Akku ist sehr leicht …. dritter Eindruck …. uuuh …. der 9 Zellen Akku ist verdammt gross und schwer. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, der Akku steht hinter dem Gerät in einer Verdickung nach außen und unten. Das ist einerseits willkommen, denn dadurch wird das Notebook leicht angehoben, was ich beim Tippen sehr ergonomisch finde, andererseits wird es dadurch klobiger und etwas unhandlicher. Das Gerät selbst, fühlt sich wertig und gut verarbeitet an. Klappt man es auseinander, bemerkt man, dass das Display nicht gerade verwindungsstabil ist. Hier sollte man also ein wenig vorsichtig sein. Der Klappmechanismus ist angenehm, aber nicht zu sehr schwergängig, und hinterlässt einen stabilen Eindruck.

Anschlussmöglichkeiten: 2 USB-Anschlüsse (auf jeder Seite einer), ein VGA Ausgang, einemal HDMI, einmal Firewire und ein Ethernet Anschluss.  Für mich sind diese Anschlüsse völlig ausreichend.

Im Betrieb mit ruhendem Desktop sind beim XPS 1330 so gut wie keine Lüftergeräusche zu hören. Unangenehm ist mir ein feines Sirren des Displays aufgefallen. Das kannte ich bis jetzt nur von meinem Arbeitsnotebook (Dell Latitude D610). Man muss jedoch bewusst darauf hören oder eine sehr ruhige Umgebung haben. Auch die Festplatte ist durchaus zu hören, jedoch sehr leise. Wird hingegen eine 3D Applikation gestartet, so kann der Lüfter durchaus sehr laut werden. Das finde ich persönlich recht unangenehm, darum verwende ich Second Life nicht so gerne mit dem Notebook, wie ich es eigentlich vor hatte.

Über Windows Vista wollen wir hier mal nicht viel sagen. Dell hat es ganz gut installiert und noch eine Mac OSX ähnliche Startleiste dazu gepackt. Alles ganz i.O., auch wenn ich bei einigen Starts aus der Ruhephase festgestellt habe, dass das Profil verloren gehen kann (warum auch immer), bzw. es sich aus irgendeinem Grund verändert hat (einige Icons auf dem Desktop wurden entfernt etc.).

Eine nette Spielerei ist der Fingerabdruck Sensor.  Ob das wirklich sicher ist, kann ich nicht beurteilen. Er macht jedoch das Einloggen sehr bequem, muss man doch nur über den Sensor streichen.

Die Tastatur ist ok, aber aus meiner Sicht schlechter als beim Inspiron 6000. Sie hat einen etwas schwammigen Druckpunkt und einen etwas zu kleinen Hub.

Das Display selber ist sehr hell, aber leider auch verspiegelt und somit in einer Umgebung mit vielen Deckenlampen, vielen Fenstern oder einfach draussen nicht ganz unproblematisch. Die Farben sind satt und insgesamt wesentlich besser als bei meinem Desktop Monitor von Samsung (SyncMaster 245B plus).

Die Akku Laufzeit ist ein wenig enttäuschend für mich. Trotz des grossen Akkus habe ich noch keine Einstellung gefunden die mich 5h ohne Netzteil auskommen lässt. 4h sind jedoch durchaus drin. Die genaue Zeit habe ich allerdings noch nicht gestoppt.

Fazit bis jetzt

Mit dem grossen Akku ausreichende Laufzeit und insgesamt im Rucksack durchaus tragbar. Ich werde ihn behalten, aber es ist immer noch nicht so leicht und leistungsfähig wie ich mir das wünschen würde. Vielleicht bei der nächsten Generation ;-)

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